Chirurg packt aus: Geldgier, Habsucht, Korruption

 

Wo Ärzte sich vor Managern und Aktionären verantworten müssen, sind Behandlungsfehler ebenso wenig Zufall wie der jüngste Transplantationsskandal. Sie sind Folgen eines Systems, in dem die Nöte der Patienten als Störung des reibungslosen Betriebsablaufs gesehen werden.

Das Patientenwohl steht nicht mehr im Fokus, die Gesundheit verkommt zum Geschäftsmodell. In der modernen Medizin läuft einiges schief, findet der Chirurg Michael Imhof. Doch es gibt noch eine schlimmere Mediziner-Sünde: Geldgier

Die Todsünden Trägheit, Völlerei und Wollust sind nicht mehr zeitgemäß. Selbst Hochmut, Neid und Zorn haben mittlerweile ausgedient. Was bleibt, ist die Habgier – auch im Gesundheitswesen.

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Die Vorwürfe lauten:

  • Der Profit steht vor dem Wohl des Patienten. Ärzte und Pharmafirmen erfinden neue Krankheiten, um selbst an Gesunden noch Geld zu verdienen. In korrupten Verträgen schmieden sie ein Netzwerk, in dem sie sich gegenseitig Patientenströme zuschieben und betreiben Handel mit der Gesundheit.

Habgier im Gesundheitssystem – eine Todsünde, findet zumindest Michael Imhof, Chirurg an der Uniklinik Würzburg. In seinem Buch „Eidesbruch – Ärzte, Geschäftemacher und die verlorene Würde des Patienten“ definiert er die sieben Todsünden neu und geht mit der modernen Medizin ins Gericht.

Hier erfahren Sie einige der Sünden, welche Patienten dem Gesundheitswesen vorwerfen sollten.




Die Kommerzialisierung von Krankheit und Leiden

Die Wirtschaftlichkeit rückt im Gesundheitswesen immer mehr in den Vordergrund, Krankheit und Leiden treten in den Hintergrund, kritisiert Michael Imhof in seinem Buch. Zwar gaukelten Werbebotschaften wie „Wir helfen Ihnen gerne“ dem Patienten Vertrauen und fachliche Qualität der Behandlung vor. In Wirklichkeit könnten Patienten aus verschiedenen Angeboten aber nicht das für sie beste auswählen.

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Ein grundlegendes Umdenken in Krankenhäusern brachte im Jahr 2004 die Einführung der Fallpauschalen (DRG-Katalog). Anstelle von Tagessätzen verdienen Krankenhäuser seitdem überwiegend mit einzelnen Diagnosen. Seitdem haben sich die Verweildauern in Kliniken jährlich um durchschnittliche 2,2 Prozent auf mittlerweile 6,82 Tage im Jahr 2010 verkürzt. Patienten, die noch nicht vollständig genesen sind, werden frühzeitig nach Hause geschickt.

Hüftoperationen sind rentabel

Auf der anderen Seite lässt sich ein Trend zu Behandlungen mit höheren Sachkosten feststellen. Hüft- und Bandscheibenoperationen oder Eingriffe am Kniegelenk haben in den letzten Jahren stark zugenommen.

Den Grund sieht Imhof nicht nur in der älter werdenden Gesellschaft, sondern auch in den Fallpauschalen:

  • Knapp 7000 Euro beträgt die Pauschale gemäß DRG-Katalog, die ein Krankenhaus für Hüftoperationen abrechnen kann. Für Bandscheibenoperationen bekommen Ärzte im Schnitt rund 6600 Euro. 200 000 künstliche Hüftgelenke setzen Chirurgen in Deutschland jährlich ein. In allen anderen europäischen Ländern sind es insgesamt gerade einmal rund 300 000 künstliche Hüftgelenke im Jahr.

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Für „teure“ Patienten müssen Ärzte dagegen immer häufiger kämpfen, damit sie die entsprechende Behandlung erhalten. „Es wird eben nur noch das getan, was sich rechnet“, ärgert sich Imhof.

  • „Es ist ein unwürdiges und makabres Spiel, dass Ärzte und Geschäftsführer mittlerweile darum feilschen, wie viele ‚unrentable Patienten’ noch stationär aufgenommen werden dürfen.“

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 Die Geldgier der Pharmaunternehmen

Pharmaunternehmen geben für ihr Marketing etwa doppelt so viel aus wie für die Forschung. Diese hohen Marketingkosten müssen sie an anderer Stelle wieder reinholen, schreibt Imhof in seinem Buch „Eidesbruch“. Das sei ein Grund, weshalb Medikamente in Deutschland deutlich teurer als in vielen anderen Ländern seien. Zum Beispiel für den Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Das Institut für Medizinische Statistik (IMS) hat errechnet, dass der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Schmerzmitteln in Deutschland bei 50 Tabletten liegt. In Frankreich und Skandinavien ist der Verbrauch mit etwa 150 Einzeldosen pro Kopf im Jahr fast dreimal so hoch.

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Kein Wunder, denn während in England eine Aspirin-Tablette etwa zwei Cent kostet, müssen Deutsche pro Tablette 20 Cent auf den Tisch legen. Noch krasser fallen die Preisunterschiede bei Rheuma- oder Krebspräparaten aus, berichtet Imhof. 30 Tabletten des Krebspräparats Glivec kosteten demnach in Deutschland etwa 3500 Euro,in Schweden nur 2400 Euro. Der Preisunterschied für das Rheumamittel Humira beträgt zwischen Deutschland und Schweden sogar 67 Prozent. Imhof kritisiert: „Bis heute diktieren die Hersteller für patentgeschützte Präparate den Krankenkassen die Preise.“




Gegen jede Reform

Auch Apotheken können sich von dem Preispush nicht freimachen. Ein Fall dreister Abzocke sorgte vor wenigen Jahren für Furore:

  • Apotheken hatten sich über Pharmagroßhändler im Ausland die Bestandteile für verschiedene Krebsmedikamente zu Tiefstpreisen verschafft und die selbst hergestellten Medikamente in Deutschland zu den üblichen Sätzen abgerechnet.

Peter Sawicki, ehemaliger Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) rechnete im Jahr 2009 vor:

  • „Wenn man davon ausgeht, dass wir dreißig Prozent höhere Preise haben im Vergleich zum Europäischen Ausland, dann könnten bei Preisanpassung etwa fünf Milliarden pro Jahr eingespart werden.“

Bislang hat es die Pharmaindustrie jedoch immer geschafft, allen Reformbemühungen gegen überteuerte Arzneimittel entgegenzuwirken, Sawicki wurde ebenfalls Opfer. Im Januar 2010 entließ ihn das IQWIG als Leiter – auf Forderung diverser Regierungspolitiker. Sawicki hatte zuvor zahlreiche Arzneimittel negativ bewertet und damit Pharmakonzerne um Millioneneinnahmen gebracht

Quelle: focus.de 

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