Das TABU-THEMA: Sexualität unter kleinen Kindern

Schon im Leib der Mutter, das ist bei Ultraschalluntersuchungen zu sehen, haben männliche Föten gelegentlich Erektionen.

Und direkt nach der Geburt, in den ersten 24 Stunden, reagieren viele Babys auch körperlich auf angenehme physische Reize wie die Wärme der Mutter oder die Stimulation der Lippen beim Stillen: Ihr Penis oder ihre Klitoris schwillt an.

Für werdende Eltern ist es wichtig zu wissen, dass solche frühen Anzeichen für die sich entwickelnde Sexualität des Kindes völlig normal sind.

Sie entspringen einem Gefühl von körperlichem Wohlbefinden und haben mit Erwachsenensexualität nichts zu tun.

Bemerkt man also beim Wickeln, dass der Neugeborene eine Erektion hat, ist das kein Anlass zur Sorge.

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  • Sexualität bei kleinen Kindern ist häufig ein Tabu. Doch Schweigen ist falsch – und kann sogar Schaden anrichten.

Es ging etwa zwei Wochen lang, und sie nannten es Elefantentanz: Juli, Max, Erda und Alex* aus der Sternschnuppengruppe, alle um die fünf Jahre alt, verzogen sich nach dem Morgenkreis.

In der Ecke, in der sie vor fremden Blicken verborgen waren, stellten sie die Musik an und zogen sich aus. Dann tanzten sie nackt im Kreis, schauten sich an, berührten und kitzelten sich.

Auch bei Emma und Ayla* waren es ein paar Tage, an denen sie zu dem Podest im Gruppenraum gingen, den Sternchenvorhang zu- und sich dahinter auszogen. Der Vorhang wackelte, man hörte sie kichern.

Wenn die Hamburger Erzieherin Elisabeth Rother merkt, dass die Kinder in ihrer Obhut ihre Körper erkunden, wiederholt sie die Regeln:

1. Niemand steckt einem anderen Kind etwas in die Nase, ins Ohr, in den Po oder in die Scheide.

2. Nein heißt nein.

Geschichten von Kindern und Nacktheit und Sexualität erzählen oft Grausames. Man liest von Missbrauch unter Kindergartenkindern und Fällen, in denen Aufsichtspersonen ihre Macht brutal ausnutzen.
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Oder von angeblich politischen Positionen, wie sie in den siebziger und achtziger Jahren vertreten wurden, wonach zu einer freien Sexualität auch die zwischen Kindern und Erwachsenen gehört. Die Empörung darüber ist, zu Recht, jedes Mal groß. Doch mit ihrer Wucht lenkt sie ab von etwas Wichtigem.

Durch die Sorge, mit der wegen solcher Geschichten jede Berührung des kindlichen Körpers beäugt wird, kommt etwas anderes zu kurz: die Sexualität der Kinder selbst.

Wenn Mädchen lustvoll auf Stühlen rutschen, wenn Jungs die Hand in die Hose stecken oder schon als Baby eine Erektion haben, dann sind Erwachsene oft irritiert. Weil die eigenen Bilder und Vorstellungen von Sex nicht zu Kindern passen und passen dürfen, betrachten wir sie oft als asexuelle Wesen.

Kindliche Sexualität ist ein solches Tabu, dass viele nicht einmal von ihr wissen, geschweige denn ahnen, wie ein gesunder Umgang mit ihr aussieht.

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Für die Erzieherin Elisabeth Rother ist die Lust der Kinder so alltäglich wie die Verunsicherung der Erwachsenen. Sie arbeitet nicht in einem kleinen Hippie-Kinderladen, sondern beim größten Kita-Träger Hamburgs, den Elbkindern.

Seit zwei Jahren hat der Träger ein sexualpädagogisches Konzept, es ist ein professioneller Leitfaden für den Umgang mit Körperlichkeit, Zuneigung und Gefühlen. Rother sagt: „Sexualität ist ein fachliches Thema, nicht weniger wichtig als gesundes Frühstück oder Verkehrserziehung.“ Mit den Kindern ihrer Gruppe schaut sie Aufklärungsbücher an, im Morgenkreis bespricht sie Themen wie Scham oder gute und schlechte Geheimnisse.

  • Denn asexuell sind Kinder zu keinem Zeitpunkt. Von Geburt an ist der Mensch ein sinnliches Wesen, das saugt, drückt, aufnimmt und abstößt.

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All das ist mit seelischem Erleben verknüpft. Irgendwann beginnt das Kind wahrzunehmen, dass es selbst diese Vorgänge steuern kann. Für Psychoanalytiker ist das Kontrollieren dessen, was vom eigenen Körper aufgenommen oder abgegeben wird, eine erste Form von Abgrenzung, von Macht über sich selbst:

Hier bin ich, da ist die Welt. Wir haben einen Austausch miteinander, den ich bremsen oder forcieren kann. Früh beginnen Kinder, ihre Genitalien zu erforschen, und entdecken die Freude, die sie bereiten können. Ohne Plan und Ziel. Nur für den Moment.

„Man darf kindliche Sexualität niemals durch die Brille der erwachsenen Sexualität sehen“, sagt Ulrike Schmauch, Professorin für Sexualpädagogik an der Frankfurt University of Applied Sciences.

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  • Während Erwachsene auf der Suche nach Lustgewinn stark auf den Orgasmus fixiert sind, unterscheiden Kleinkinder nicht zwischen Zärtlichkeit, Sinnlichkeit und genitaler Sexualität.

Sie nutzen einfach jede Gelegenheit, um mit allen Sinnen schöne Gefühle zu bekommen. Das Sexuelle ist dabei mehr auf sich bezogen, spontan, unabhängig von Liebe und anderen Vorstellungen, die Erwachsene oft damit verbinden.

Quelle: von Katrin Zeug – zeit.de – das Gesundmagazin bedank!





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