Die seelischen Wunden einer toxischen Erziehung

Sexueller Missbrauch ist vielleicht der Hauptgrund, warum es so vielen Menschen schlecht geht, ohne dass sie wissen warum.

Keine andere Krankheit, kein anderes Verbrechen, kein anderes Phänomen betrifft so viele Menschen wie der sexuelle Missbrauch in der Kindheit.

Es ist ein Tabuthema, und dennoch kann ihm niemand entfliehen:
Jeden Tag berichten die Medien über Kindesmissbrauch und Gewalt in der Familie.

Erzieher/innen und Lehrer/innen stehen diesem Thema oft hilflos gegenüber, sind verunsichert über mögliche Signale betroffener Kinder, möchten niemanden zu Unrecht beschuldigen.

Denn in der Erziehung zu Selbstbewusstsein und Handlungsfähigkeit liegt der Schlüssel. Ein Kind, das seinen Selbstwert kennt, ist besser imstande, sich zu wehren!

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Toxische Mütter und autoritäre Väter – Das sind Erziehungsstile, die zerstörerisch und weit davon entfernt sind, die persönliche Entwicklung, Eigenständigkeit und eine gesunde Bindung zu ihren Kindern zu fördern.

Es gibt verschiedene Arten der Erziehung und Wertevermittlung. Und natürlich weiß kein Mensch zu 100%, wie man ein Kind erzieht, damit es auch morgen noch glücklich ist.




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Doch alle Eltern dieser Welt wissen,
dass der wichtigste Bestandteil jeder Erziehung die Liebe ist.

Das Problem allerdings liegt darin, dass jeder das Wort Liebe anders interpretiert. Bedeutet ein Kind zu lieben, dass man es vor allem Bösen beschützen und für immer in Watte einpacken soll?

Heißt sein Kind zu lieben, es für alles zu bestrafen, was es unserer Meinung nach falsch macht, sagt oder auswählt, um damit zu erreichen, dass es diesem Weg folgt, den wir für es als akzeptabel ansehen?

Und was können wir sagen über toxische Mütter, die manipulativ handeln und ein Netz spinnen, damit sie ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen können, und die ihrem Kind verbieten, sich aus seiner Komfortzone heraus zu wagen? Zweifellos kann jeder Einzelne von uns diese toxischen Erziehungsziele erkennen.

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  • Die in der Kindheit gemachten Erfahrungen hinterlassen in der Seele eines jeden ihre Spuren: Unverständnis, Unsicherheit und Erinnerungen an Situationen, die voller Hass waren, bestimmen einen großen Teil unseres Lebens als Erwachsene.

In diesem Artikel möchten wir über toxische Erziehungen sprechen, und darüber, wie sich diese auf das Gehirn und die Psyche eines Kindes auswirken.

Ein Gehirn, das Stress ausgesetzt ist

Wir erfahren keinesfalls nur als Erwachsene Stress. Ein weinendes Neugeborenes, das nicht beachtet wird, oder ein Baby, das nicht liebevoll behandelt wird, leidet unter Stress.

Was passiert also, wenn ein Kind von einer toxischen Mutter, einem toxischen Vater oder von autoritären Eltern erzogen wird?




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Das Kind ist jeden Tag starkem Druck ausgesetzt. Es weiß, dass jeder einzelne seiner Schritte, seiner Worte und Entscheidungen, kritisch verfolgt und entsprechend bestraft wird. Dadurch fühlt sich das Kind ununterbrochen unsicher, was es letztendlich in einen Zustand voller Stress und Angstgefühle versetzt.

Außerdem verspürt das Kind den unaufhörlichen Drang, sich von der Verbindung zu seiner toxischen Mutter trennen zu wollen, die jede seiner Handlungen überwacht und ihm befiehlt, was es tun soll. Jedoch macht ihm dieser Gedanke, die sog. Einflusszone verlassen zu wollen, auch Angst.

– Das Kind fürchtet sich vor schwerwiegenden Konsequenzen, die eine Aufgabe des autoritären Vaters oder der toxischen Mutter nach sich ziehen kann. Es fürchtet sich vor der Bestrafung und ebenfalls vor der Tatsache, seine Eltern enttäuschen zu können. All das verursacht Stress.

Welche Folgen hat eine toxische Erziehung

für das Gehirn?

– Kinder, die bereits in frühester Kindheit bis ins Erwachsenenalter hinein Stress ausgesetzt sind, zeigen einen erhöhten Cortisol-, Adrenalin- und Noradrenalinspiegel auf.

– Diese Hormone und Neurotransmitter sind dafür verantwortlich, dass es kleinere Veränderungen im Bereich des Hippocampus, der Amygdala und des frontalen Stirnlappens gibt.

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Was bedeutet das nun für uns?

Wie wirkt sich dies auf unsere Handlungsweisen und unsere Gefühlswelt aus?

Es entstehen Defizite im Arbeitsgedächtnis, d.h. wenn es darum geht, Probleme anzugehen und zu lösen, entstehen Schwierigkeiten.

– Der Hippocampus ist beispielsweise mit unseren Emotionen und unserem Gedächtnis, und der frontale Stirnlappen mit unserer Entscheidungsfindung verknüpft. Das bedeutet, dass hochgradig gestresste Kinder gewisse Probleme dabei haben, Entscheidungen zu treffen, problematische Situationen zu lösen, ein inneres Gleichgewicht zu halten und die Kontrolle über sich selbst zu bewahren, wenn es darum geht, eine Aufgabe oder eine Lösung zu entwickeln.

– Natürlich hat jeder von uns seine ganz eigene persönliche Geschichte und wir können diese Daten nicht als Standardwerte missbrauchen. Doch im Allgemeinen lässt sich sagen, dass ein erhöhtes Stresslevel in frühen Jahren häufig mit Unsicherheit und Problemen bei der Lösungsfindung in komplizierten Situationen verbunden ist.




Die Psyche eines Kindes

Eine toxische Erziehung verursacht bei Kindern einen Strudel entgegengesetzter Gefühle. Toxische Mütter erzeugen oftmals Beziehungen voller Hass-Liebe, und gleichzeitig eine komplexe Abhängigkeit geschürt von Bedürfnissen, Angst, Hass und Liebe.

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Ein autoritärer Erziehungsstil ruft Angstgefühle hervor, was negative Gefühle zur Folge hat, die Kinder für eine ganze Zeit lang prägen. Je älter wir werden, desto mehr können wir uns diesem Einfluss entziehen, doch er hinterlässt auf emotionaler Ebene immer seine Spuren.

Betrachten wir dies einmal etwas genauer.

Welche Folgen hat eine toxische Erziehung

für die Psyche?

– Die negativen und intensivsten Gefühle sind zweifellos Angst und Wut. Diese Gefühle sind bei einer toxischen Erziehung weit verbreitet, in der aber auch entspannte Situationen im Alltag vorkommen können. Am interessantesten ist es, zu beobachten, dass in dem Gehirn eines Kindes die negativen Erfahrungen aber immer präsenter sind als die guten.

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– Das Angst- und Wutzentrum befindet sich in einem kleinen Teil unseres Gehirns, dass sich Amygdala nennt. Es ist Teil des limbischen Systems und befindet sich in den Schläfenlappen. Ihre Funktion besteht darin, emotionale Erfahrungen abzuspeichern und in der sogenannten Konditionierung der Angst zu bestimmen.

– Die Amygdala hilft uns ebenfalls dabei, unser Langzeitgedächtnis abzurufen, also alle negativen Erfahrungen, die wir in unserer Kindheit erlebt haben und die bei uns Unbehagen, Angst oder Wut auslösen. Diese Gefühle bleiben für gewöhnlich unser ganzes Leben lang.

– Die Amygdala hinterlässt eine „memotechnische“ Spur, das bedeutet, dass uns, wenn wir erwachsen sind, viele dieser Erinnerungen in unserer Reaktionsweise beeinflussen und wir bestimmte Dinge meiden – wir sind weiterhin Gefangene unserer Ängste. Diese Tatsache ist zweifellos sehr komplex.

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  • Wir alle sind Gefangene der Vergangenheit, dieser toxischen Erziehungsmethoden. Trotzdem haben wir das Recht auf und auch das Verlangen nach Freiheit. Wir müssen die Wunden unserer Kindheit heilen lassen und unser persönliches Wachstum so gut fördern, wie es uns möglich ist.

Quelle:  gedankenwelt – das gesundmagazin bedankt sich!


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