Krank durch Luft – wie gefährlich ist Feinstaub?

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Wir brauchen die Luft zum Atmen. Aber Luft kann auch krankmachen; zum Beispiel, wenn sie mit Feinstaub belastet ist zu Schlaganfall, Asthma, Herzinfarkt, Lungenkrebs oder Demenz führen.

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Mit Schleim und Haaren gegen Feinstaub

Unser Körper ist eigentlich gut gerüstet gegen Feinstaub:

Er schützt sich zunächst mit Schleim und Haaren, die die größten Partikel herausfiltern. In der Luftröhre bringen Haare die größeren Teilchen wieder nach oben. Im Schleim sind außerdem Fresszellen, die die Partikel zersetzen.

Doch, wenn die Zahl der Feinstaubpartikel sehr groß ist, ist die Abwehr überfordert: Es entsteht zu viel Schleim, die Haare verkümmern. Und immer mehr Zell- und Partikelreste müssen verdaut und entsorgt werden.

Es wird eng und das Gewebe entzündet sich. So können Mittelohrentzündung, Asthma oder chronische Bronchitis auftreten.




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Je kleiner, desto gefährlicher

Doch beim Feinstaub gibt es noch ein weiteres Problem: Je kleiner die Partikel sind, desto weiter dringen sie in unseren Körper ein und können tief im Inneren schaden. Die kleinsten Partikel gelangen bis ins Gehirn.

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Was jeder selbst tun kann

Jeder Einzelne kann zur Verringerung der Feinstaubbelastung beitragen.

Grundsätzlich gilt:

Wer Energie spart, spart in der Regel auch Feinstaubemissionen.

Quarks & Co gibt 14 Tipps:

1. Beim Grillen trockenes Holz oder Kohlebriketts verwenden, die sauber verbrennen oder auf Elektrogrill umsteigen.

2. Beim Kochen Abzugshaube anmachen oder für gute Belüftung sorgen.

3. Alte Boller- oder Kachelöfen eventuell durch neue mit Abgasreinigung ersetzen; Informationen dazu gibt der Schornsteinfeger. Offene Kamine in Innenräumen meiden. Und wenn man sie behalten möchte: gut getrocknetes, klein gespaltenes Holz nutzen.

4. Holzöfen und Kamine im Haus überdenken, vor allem wenn Kinder oder Asthmatiker im Haus leben.

5. Achtung: Brennt ein Kamin, muss eine Dunstabzugshaube im gleichen Raum im Umluftmodus laufen oder es muss ein Fenster offen sein. Wenn nicht besteht die Gefahr, dass durch den entstehenden Unterdruck giftige Abgase in die Raumluft gelangen. Erstickungsgefahr!

6. Gerade in der Winterzeit schade, aber Kerzen und Räucherstäbchen sind kleine aber sehr starke Feinstaubschleudern.

7. Regelmäßig Staubwischen; immer feucht.

8. Staubsauger mit Hygienefilter ausstatten oder beutellosen Sauger nutzen; das ist auch gut für Allergiker.

9. Wenn Sie nicht gerade an sehr stark befahrenen Straßen wohnen: regelmäßig Stoßlüften.

10. Auf Laub- und Holzverbrennung im Garten verzichten.

11. An Tankstellen nicht länger als nötig aufhalten.

12. An vielbefahrenen Straßen keinen Sport treiben.

13. Selbstverständlich gilt: So oft es geht, das eigene Auto stehen lassen.

14. Wenn möglich erneuerbare Energien nutzen und auf Energieeffizienz achten. Das gilt für Wärmeenergie genauso wie für Haushaltsgeräte.

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Quelle: Autorin: Angela Sommer – wdr 




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